Ev.-Luth. Kirchenbezirk Glauchau-Rochlitz

Kirchgemeinden in der Region Rochlitz

Übersichtsgrafik Kirchspiel Erlau

Kirchspiel Erlau

Rochlitzer Strasse 42
09306 Erlau

Telefon: 03727 - 3195
Fax: 03727 - 612881

Ansprechpartner

Pfarrerin Astrid Zlotowski
Telefon: 03727-3195
E-Mail: ksp.erlau[at]evlks.de

Frau Anker (Gemeindebüro)

Öffnungszeiten Gemeindebüro

Mittwoch: 8:30-11:30 Uhr

Wissenswertes zur Kirche Erlau

Das Gotteshaus in Erlau gehört zu den künstlerisch wertvollsten Dorfkirchen in der Region.

Aus der Bauzeit sind keine Schriftstücke erhalten, da sie vermutlich beim Brand der Kirche und des Klosters in Waldheim, zu dessem Kirchsprengel Erlau gehörte, vernichtet wurden. Die nördliche Wand des Kirchenschiffs mit ihren Rundbögen an den Fenstern und ohne die sonst vorhandenen Strebepfeiler ist wohl der älteste Teil des Bauwerks. Möglicherweise gehörte sie ursprünglich zu einer noch älteren Kirche.

Der Gesamtbau, dessen wenig eingezogener Chor dreiseitig geschlossen und durch einen gekehlten spitzbögigen Triumphbogen vom Schiff abgesetzt ist, entstand im Wesentlichen um 1500.

Trotz der flachgehaltenen Decke und der zweigeschossigen Emporen wirkt das Innere geräumig und hoch. Ein großer vierflügeliger Altar (um 1500) mit seinen geschnitzten, farbigen und zum Teil vergoldeten Figuren sowie den 12 Flügelgemälden hat sich gut erhalten. Der Überlieferung nach soll der Altar ursprünglich in der Rochlitzer St. Kunigundenkirche gestanden haben.

Wissenswertes zur Kirche Crossen

Kirche Crossen

Am 23. Juni 1497 wurde die Pfarrei Crossen vom Meißner Bischof Johann VI. von Sahlhausen gegründet. Die Saalkirche mit stark eingezogenem niedrigen Rechteckchor könnte sogar älteren Datums sein. Dafür sprechen der romanische Triumphbogen und ein romanischer Taufstein, welcher nicht mehr verwendet wird und seinen Platz im Turmuntergeschoss (Eingangshalle) gefunden hat. Dieser Taufstein aus Rochlitzer Porphyr mit Rundbogenfries ist wohl das älteste erhaltene Kunstdenkmal Crossens. Er könnte der Zeit um 1270 entstammen.

Die jetzige Gestalt mit Spitzbogenfenstern im Chor und Korbbogenfenstern im Schiff hat das Gotteshaus um 1500 erhalten.

Im Inneren der flachgedeckten Räume (nur das Turmuntergeschoss hat ein Tonnengewölbe) bestimmen schlichte Emporen sowie der klassizistische Säulenaltar das Bild. Der Altar wurde 1834 errichtet; ein ortsansässiger Bauer und Richter stiftete ihn.

Erneuert wurde die Kirche 1661, 1694/95, 1871 und in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die 1895 eingebaute Kreutzbach-Orgel wurde 1938 von der Orgelbaufirma Schmeißer verändert.

Wissenswertes zur Kirche Gepülzig

Kirche Gepülzig

Im Gepülziger ehemaligen Rittergutsgarten befindet sich die sagenumwobene, erstmals 1501 urkundlich erwähnte St. Leonhardskapelle. Sie ist ein viereckiger, architekturloser kleiner Steinbau mit Holzdecke, dessen einfache Rokokoausstattung aus dem Jahre 1778 stammt. Das schlanke Türmchen der Kapelle hebt sich wirkungsvoll aus dem grünen Laub der hohen Bäume hervor. Und das ist auch heute noch charakteristisch für das kleine Gotteshaus.

Der Kanzelaltar stammt ungefähr aus dem Jahre 1785; das hölzerne Taufbecken stand zunächst von 1833 an in der Milkauer Kirche.

Die Kapelle hat anscheinend noch nie eine Orgel gehabt. Seit 1970 begleitet ein gut erhaltenes Harmonium den Gesang der Gemeinde.

In der Vergangenheit war der Kapelle ein wechselvolles Los beschieden. Zeitweise führte sie ein Schattendasein und wurde nur sehr selten für Gottesdienste genutzt, dann wiederum versammelten sich die Leute vom Rittergut und die Christen aus den nahegelegenen Orten regelmäßig dort zum Gottesdienst. Vor allem die abgeschiedene Lage mitten im Dickicht des ehemaligen Rittergutsgartens lädt zur stillen Einkehr ein.

Wissenswertes zur Kirche Milkau

Kirche Milkau

Nachrichten über die Kirche Milkaus sind erst seit dem 17. Jahrhundert vorhanden, da bei einem großen Brand im Jahr 1616 das Pfarrarchiv vernichtet wurde.

Die dem heiligen Martin geweihte Kirche war ursprünglich nur eine romanische Kapelle und wurde von Geistlichen der Seelitzer Kirche mit Messe und Gottesdienst versorgt.

Die heutige Apsis (Altarraum), übrigens der älteste oberirdisch erhaltene Bauteil der Kirche, entstammt der Zeit um 1500. Von 1884 bis 1901 zierte ein Gemäldealtar, den segnenden Christus darstellend, das Gotteshaus. Heute steht dort ein Altarschnitzwerk des Bildhauers Prof. Heinrich Georg Gröne. Es zeigt Christus, der die Arbeit des Landmanns segnet.

Um 1755 wurde eine Orgel von Jacob Oertel, Grünhain, geschaffen, die sich bis 1883 über dem Altar befand. 1884 wurde auf der neu geschaffenen Orgelempore an der Westseite der Kirche die auch heute noch wohlklingende Schmeißer-Orgel eingebaut.

Der achteckige Taufstein aus Rochlitzer Porphyr wurde 1913 vom damaligen Rittergutsbesitzer Dr. Willy Winkler aus Kleinmilkau gestiftet.

Wissenswertes zur Kirche Schweikershain

Kirche Schweikershain

Die Schweikershainer Kirche gehört zu den jüngsten Gotteshäusern in der Region. Sie wurde in den Jahren 1719-1721 erbaut. Über den Vorgängerbau, den es zumindest seit dem 15. Jahrhundert gegeben haben muss, ist nichts bekannt.

Die Kirche ist ein schlichter, flachgedeckter Rokoko-Bau mit Walmdach und mittlerem Dachreiter. Auch im Inneren bestimmen schlichte Formen das Bild: der Kanzelaltar von 1808 mit klassizistischen Elementen, die Emporen und das 1990 eingebaute neue Gestühl.

Von Anfang an war die Geschichte dieses Gotteshauses eng verknüpft mit der Geschichte der Patronatsfamilie. Ein nicht geringer Anteil der Baukosten wurde vom Patronatsherrn H. J. von Wallwitz getragen. Später stiftete diese Familie eine Turmuhr, Abendmahlsgefäße, das Kruzifix, und schließlich das wertvollste Kleinod, das die Kirche auch heute noch ziert: eine Silbermannorgel. Die Orgel muss vor 1734 entstanden sein und stand wohl von Anfang an in Schweikershain. Das Silbermann-Instrument lockt häufig Orgelvirtuosen und andere Musiker von nah und fern an. Dementsprechend oft finden hier Konzerte statt.

Frankenau

Kirchgemeinde Frankenau

Kirche Frankenau

Schulberg 4
09648 Mittweida / OT Frankenau

Telefon: 03727 - 3120

Ansprechpartner

Pfarrer Gilbert Peikert

Frau Spranger

Öffnungszeiten Gemeindebüro

Donnerstag: 8:00-12:00 Uhr

Wissenswertes

Das Dorf Frankenau liegt zwischen Mittweida und Rochlitz. Die helle, geräumige Kirche, in der Mitte des Dorfes gelegen, die 1555 von einem Blitz getroffen wurde, brannte bis auf die Grundmauern nieder. Im Jahre 1556 wurde sie wieder aufgebaut und mit neuen Glocken versehen.

Die Orgel der Kirche ist 1801 vom Orgelbauer Hesse in Lunzenau geschaffen und eingebaut worden.

Wann in dieser Kirche der erste evangelische Gottesdienst gehalten wurde, kann wegen Mangels an Beweismaterial nicht gesagt werden. Die Einführung der Reformation fällt in die Jahre 1539-1541.

In den Jahren 1976-78 wurde die Kirche im Innenraum grundlegend renoviert. Die Emporen im Altarraum und die zweite Empore im Kirchenschiff wurden entfernt. Der jetzt in der Kirche stehende Altar stammt aus Gröbern bei Leipzig. Von der Farbgebung dieses marmorierten barocken Holzaltars ausgehend, ist der gesamte Innenraum der Kirche gestaltet worden.

Von 1991 an konnten das Turmdach und die gesamte Außenfassade der Kirche erneuert werden.

Königshain

Kirchgemeinde Königshain

Kirche Königshain

Kirchweg 2
09306 Königshain

Telefon: 037202 - 8441
Fax: 037202 - 8441
E-Mail: kirche.koenigshain[at]evlks.de

Ansprechpartner

Pfarrer Traugott Fehlberg
E-Mail: traugottfehlberg[at]yahoo.de

Öffnungszeiten Gemeindebüro

Montag: 9:00-12:00Uhr

Wissenswertes

Die Königshainer Kirche ist in ihrem jetzigen Erscheinungsbild in den Jahren 1764-1766 erbaut worden, nachdem ihre Vorgängerin am 17. Juli 1763 durch einen Blitzschlag zerstört wurde.

Eine Besonderheit dieser Kirche ist der hundertprozentig reine evangelische Barock. Das heißt, in der Zeit des Barock, wo Glanz und Gloria besonders üppig und prachtvoll ausgestaltet wurden, haben sich evangelische Christen in ihrem Kirchenbau vor Ort bescheiden auf eine besondere Ausgestaltung von nur zwei, allerdings geistlich zentralen Anliegen der Evangeliumsverkündung konzentriert. Zum einen ist das die Kanzel, von wo aus durch die Predigt das Wort Gottes in die aktuelle Situation der Gemeinde ausgelegt wird, und zum anderen die Orgel, die sich, das ist sehr selten, wie ein Altarbild über dem Altar auf der Ostseite der Kirche erhebt. Damit kommt zum Ausdruck, was die Mitte unserer Gemeindearbeit noch heute ist: der Lobpreis, die Anbetung und die Gemeinschaft unter dem Wort Gottes.

Rochlitz

Kirchgemeinde Rochlitz

Kirche Rochlitz

Leipziger Straße 26
09306 Rochlitz

Telefon: 03737 - 42524
Fax: 03737 - 7819908
E-Mail: ksp.rochlitzer_land[at]evlks.de

Ansprechpartner

Pfarrer Ragnar Quaas

Frau Bittner
Frau Franke

Öffnungszeiten Gemeindebüro

Montag: 09:00-12:00 Uhr
Dienstag: 09:00-12:00 Uhr
Donnerstag: 09:00-12:00 Uhr und 14:00-17:30 Uhr

Wissenswertes zur Kirche Rochlitz

Die Innengestaltung der St. Petrikirche entspricht den Vorstellungen der Menschen am Ende des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurde die Kirche einer umfassenden Restaurierung unterzogen und erhielt dabei ihr heutiges Aussehen.

Rechts vom Altarraum öffnet sich der Kirchenraum. Auf diesem Teil der Südempore befand sich bis zum Umbau 1894 eine Silbermannorgel. Über den Haupteingang erhebt sich heute die Orgel der Rochlitzer Orgelbaufirma Schmeißer.

Im Deckengewölbe über dem Hauptschiff können Sie zum einen die vier Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes) und zum anderen vier wichtige Personen der Reformationsgeschichte (Martin Luther, Philipp Melanchton, Friedrich der Weise, Lucas Cranach) entdecken. Zur Erinnerung an die Evangelien gehört somit der Hinweis zur ständigen Erneuerung (Reformation) einer Kirche, die dem Evangelium treu bleiben will.

Wissenswertes zur Kirche Königsfeld

Kirche Königsfeld

Die Königsfelder Kirche ist eine kleine Saalkirche mit niedrigem Turm aus dem 15. Jahrhundert. Das flachgedeckte Innere ist heute relativ nüchtern; auffallend sind die überaus reich geschnitzten und farbig gefassten Ausstattungsstücke.

Einfache Emporen erheben sich an drei Seiten, an der Nord- und Südseite zweigeschossig.

Ein qualitätvoller Epitaphaltar und der überaus reich verzierte, farbig gefasste und dreigeschossige Säulenaufbau sind aus Alabaster, grünem Serpentinit und Holz. Auf dem Schalldeckel der Kanzel sieht man eine kleine freiplastische Gruppe, die Ausgießung des Heiligen Geistes. Die zugehörige Mosesfigur, die ehemals als Kanzelträger diente, ist heute gesondert auf der Südseite aufgestellt. Die runde Taufe aus Sandstein stammt aus dem 17. und der hölzerne Deckel aus dem 18. Jahrhundert. Der Opferstock ist wohl aus dem Mittelalter.

Die frühromantische Orgel von J. G. Friedlieb Zöllner aus dem Jahre 1820 wurde von der Rochlitzer Orgelbaufirma Schmeißer 1956 erneuert.

Restaurierungen erfuhr die Kirche 1830, 1953 und 1997.

Seelitz

Kirchgemeinde Seelitz

Kirche Seelitz

Kolkauer Straße 10
09306 Seelitz

Telefon: 03737 - 42563
Fax: 03737 - 42599
E-Mail: kirche-seelitz[at]gmx.net

Ansprechpartner

Pfarrer Gilbert Peikert

Öffnungszeiten Gemeindebüro

Montag: 8:00-12:00 Uhr
Dienstag: 8:00-12:00 Uhr
Mittwoch: 8:00-12:00 Uhr
Donnerstag: 8:00-12:00 Uhr und 15:00-18:00 Uhr
Freitag: 8:00-12:00 Uhr

Wissenswertes

Um 1004 entstand die Pfarrei Seelitz, die dem Bistum Meißen zugewiesen war.

Es existierte wahrscheinlich eine einfache Holzkirche. Um 1500 Schenkung des spätgotischen Annenaltars durch die Mittweidaer Bruderschaft.

1500 - 1516 Beginn des neuen Kirchenbaues und Vollendung des Schiffes im groben Ausbau.

1770/1771 kompletter Innenausbau (Barock), Emporen, Decke und Gestühl; neuer Altar und Kanzel - errichtet von Johann Gottfried Stecher, Penig - ebenso der Taufstein um 1773.

1836 wurde das Kirchspiel Seelitz der Ephorie Rochlitz zugeteilt. Vorher gehörte es zur Ephorie Chemnitz.

1907 Bau einer neuen Orgel durch den Rochlitzer Orgelbaumeister Alfred Schmeißer.

1957-61 Restaurierung von Turm und Decke.

1975/76 wurden komplette Außenputzarbeiten an der Kirche durchgeführt.

1981 Anschaffung einer dritten Glocke.

2009 umfassende Kirchensanierung, Anschaffung des neuen Bronzegeläutes (drei Glocken)

Topfseifersdorf

Kirchgemeinde Topfseifersdorf

Kirche Topfseifersdorf

Kolkauer Straße 10
09306 Seelitz

Telefon: 03737 - 42563
Fax: 03737 - 42599
E-Mail: kirche-seelitz[at]gmx.net

Ansprechpartner

Pfarrer Gilbert Peikert

Öffnungszeiten Gemeindebüro

Montag: 8:00-12:00 Uhr
Dienstag: 8:00-12:00 Uhr
Mittwoch: 8:00-12:00 Uhr
Donnerstag: 8:00-12:00 Uhr und 15:00-18:00 Uhr
Freitag: 8:00-12:00 Uhr

Wissenswertes

Die Topfseifersdorfer Kirche wurde ursprünglich im romanischen Stil errichtet, etwa in der Zeit von 1160-1180. Der heutige Altar wurde 1520 von Wolf von Haugwitz gestiftet, ebenso die Glocken im Jahr 1522. Der Turm in der heutigen Ausführung als Dachreiter wurde 1585 fertiggestellt.

Das romanische Erscheinungsbild der Kirche wurde durch Umbaumaßnahmen im Jahr 1865 entscheidend verändert. Das im Altarraum befindliche Kreuzgewölbe und die Gruftanlage mit den darüber liegenden Richter- und Herrensitzen wurden entfernt, um mehr Platz zu schaffen. Zu dieser Zeit wurden auch die beiden Altäre zugunsten eines Kanzelaltars beseitigt. Von der Sakristei aus gelangte man über eine Treppe auf die Kanzel. Den älteren der beiden bisherigen Altäre brachte man nach Dresden. Er überstand die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg unbeschadet und ist jetzt im Schlossmuseum in Meißen zu sehen. Die auf diesem Altar dargestellte Madonna gilt als die älteste der schönen Madonnen von Sachsen. 1963 wurde der von Wolf von Haugwitz gestiftete Altar zur Restaurierung nach Dresden gebracht. Zum Kirchweihfest 1979 wurde der restaurierte Altar wieder im Altarraum aufgestellt.

Wechselburg

Kirchgemeinde Wechselburg

Kirche Wechselburg

Markt 6
09306 Wechselburg

Telefon: 037384 - 278
Fax: 037384 - 84678
E-Mail: kg.wechselburg[at]evlks.de oder pfarramt-wechselburg[at]kirchspiel-rochlitzer-land.de

Ansprechpartner

Pfarrer Andreas Zirnstein

Öffnungszeiten Gemeindebüro

Dienstag: 16:00-18:00 Uhr

Wissenswertes zur Kirche Wechselburg

Eines muss sich die berühmte und architektonisch wertvollere katholische Basilika in Wechselburg gefallen lassen: dass sie von der evangelischen St. Ottokirche überragt wird. Weithin sichtbar grüßt ihr Turm das umliegende Muldental.

Ein Blick in das Innere der zwischen 1730 und 1737 im protestantischen Barock erbauten Kirche lohnt sich unbedingt. Es ist ein heller, freundlich wirkender Raum, der viel Lebensfreude ausstrahlt, aber sofort spüren lässt, dass er nicht um menschlichen Ruhmes willen, sondern zur Ehre Gottes entstand. Ihn mit kostbaren Marmor auszustatten, war die Gemeinde nicht reich genug. So verwendete man für die Säulen und die rings um das Kirchenschiff laufenden Emporen Holz, das im Stil des “Bauernbarock” unbefangen bemalt wurde, damit es wie bunter Marmor wirken sollte.

Zu den wertvollen Stücken der Innenausstattung gehört vor allem die Orgel, die in den Jahren 1780 und 1781 von dem Silbermannschüler Johann Jacob Schramm erbaut wurde. Nach der Restaurierung im Jahr 1989 ertönt sie wieder in ihrer ursprünglichen Klangfülle in originaler Stimmung und erfreut Konzertbesucher und vor allem die Gottesdienstgemeinde, die jeden Sonntag in ihrer Kirche zusammenkommt.

Wissenswertes zur Kirche Breitenborn

Kirche Breitenborn

In einer breiten Quellmulde ist von Siedlern, die aus Thüringen und Franken dem Ruf Dedos von Groitzsch folgten, der Ort Breitenborn gegründet worden. Eingepfarrt wurde er nach Rochlitz zur St. Petrikirche.

Erst in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts erhielt Breitenborn eine eigene Kirche. Es handelt sich um eine Chorturmkirche mit Saal im gotischen Stil, die um 1500 um einen Chorraum erweitert wurde, in dem ein aus dem Jahr 1499 stammender und dem Hlg. Georg geweihter Heiligenaltar Platz fand. Es ist durchaus anzunehmen, dass die Breitenborner Kirche bis zur Reformation den Namen des Hlg. Georg trug.

Mit Einführung der Reformation 1554 wurde der Heiligenaltar, wie an vielen anderen Orten, verpönt und auf den Kirchboden geschafft, wo er allmählich vom Holzwurm zerfressen wurde.

In den Jahren 1732 bis 1738 fand eine umfassende Erneuerung der im 30-jährigen Krieg stark zerstörten Kirche statt. 1903 wurde die zweite Empore herausgenommen. Für den Altar schuf der Leipziger Künstler Walter Zwickmantel den kelchreichenden Christus.

Betritt man heute die Breitenborner Kirche, so hat man vom Eingang aus den Blick durch den Saal, den gotischen Chor bis zum spätgotischen Altarraum.

Wissenswertes zur Kirche Göhren

Kirche Göhren

Weithin sichtbar ist der spitze Turm des kleinen Kirchleins in Göhren, das der Hlg. Katharina und dem Hlg. Georg geweiht wurde, worüber sogar 1290 von Bischof Heinrich von Merseburg eine Gründungsurkunde ausgestellt wurde. Der Bau der Kirche wurde notwendig, weil der zuständige Pfarrer aus Zschillen durch häufiges Hochwasser der Mulde seine Gemeinde nicht immer erreichen konnte, so dass z. B. Sterbende die Sakramente nicht bekommen konnten.

Die Göhrener St. Katharinenkirche ist eine Saalkirche mit eingezogenem längsrechteckigen Chor. Saal und Chor werden durch einen runden Triumphbogen getrennt. Ein Sakramentshäuschen aus Porphyrtuff befindet sich an der Ostseite. Besonders wertvoll ist der Schnitzaltar von Franz Geringwald aus dem Jahr 1510.

Der Flügelaltar zeigt im geöffneten Zustand acht Heiligenfiguren; die Hlg. Katharina, der Hlg. Georg, Maria mit dem Kind und die Mutter Marias sind im Mittelteil zu sehen. Die kleine Göhrener Gemeinde ist bemüht, trotz kaum vorhandener Finanzmittel ihre Kirche nach und nach zu restaurieren und ist dabei, was das äußere und auch das innere Bild betrifft, schon ein gutes Stück vorangekommen.

Wiederau

Kirchgemeinde Wiederau

Kirche Wiederau

Kirchberg 3
09306 Wiederau

Telefon: 037202 - 8400
Fax: 037202 - 8400

Ansprechpartner

Pfarrer Traugott Fehlberg

Öffnungszeiten Gemeindebüro

Montag: 09:00-12:00 Uhr
Dienstag: 09:00-12:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr
Donnerstag: 09:00-12:00 Uhr

Wissenswertes

Das Wiederauer Gotteshaus besteht eigentlich aus zwei Kirchen. Der sogenannte Neubau ist zur Platzerweiterung um 1850 fertiggestellt und geweiht worden. Es ist eine wunderschöne Saalkirche, die durch eine grundlegende Renovierung 1950 den Bedürfnissen und dem Anliegen der Kirchgemeinde wohltuend nahe kommt. Besonderheiten in diesem Kirchenraum sind der romanische Taufstein aus Rochlitzer Porphyr, der ebenfalls aus Porphyr gestaltete Altar, der vor drei Jahren wieder restaurierte barocke Taufengel, und die 2001 generalüberholte Kreutzbach-Orgel.

Die alte sogenannte Winterkirche befindet sich in dem heutigen Lauthaus. Sie ist um 1200 entstanden und enthält noch sehr viele schöne Merkmale aus romanischer Zeit. Mit viel Kraft und Liebe will die Gemeinde diesen alten Teil der Wiederauer Kirche erneuern. Zur alten Kirche gehört ein Portal aus romanischer Zeit, das durch seine Gestaltung besonders wertvoll ist. Das Portal befindet sich jetzt allerdings auf der Südseite der sogenannten neuen Kirche.

Kurz, schon an diesen baulichen Besonderheiten erkennt man, dass die Kirchgemeinde zu Wiederau und Stein eine engagierte, lebendige Gemeinde ist.

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